Geologie & Bergbau
Geo-Tourismus im Donnersbergkreis
Im Donnersbergkreis finden sich Gesteine aus vielen Epochen der letzten 300 Millionen Jahre. Diese große Zeitspanne der Erdgeschichte im Donnersbergkreis soll anhand vieler Aufschlüsse auch für den Laien begreifbar dargestellt werden.
Neben den erdgeschichtlichen Objekten spielen die montanhistorischen Relikte aus den vergangenen 2000 Jahren eine ganz besondere Rolle: Es gibt viele Einzelobjekte zu ganz unterschiedlichen Rohstoffarten. Die Präsentation ausgewählter Objekte eröffnet die Möglichkeit für Touristen, eine spannende, teilweise interaktive Zeitreise durch die Bergbauwelt im Donnersbergkreis anzutreten, bei der die Zusammenhänge zwischen Geologie, Lagerstätten und Siedlungsgeschichte deutlich werden.
Im Zuge des laufenden Geotourismus-Konzeptes im Donnersbergkreis, bei dem das ehemalige Bergmannsdorf Imsbach eine zentrale Stellung einnimmt, präsentiert sich die abenteuerliche Bergbauerlebniswelt seit 2006 noch attraktiver. Neben Führungen im Besucherbergwerk „Weiße Grube" kann nun auch die ehemalige Eisenerzgrube „Maria" besichtigt werden. Erleben Sie die Geschichte und Gegenwart der Rohstoffgewinnung in der Pfalz im Pfälzischen Bergbaumuseum. Sie werden entführt in die glitzernde Welt der Mineralien und bekommen einen Einblick in das Leben der Bergleute in der Pfalz, wo die Tradition des Bergbaus bis in die keltische Zeit zurückreicht.
Zahlreiche Informationstafeln zum Bergbau in und um Imsbach machen alle drei Routen des Montanrundwanderweges zu einem lehrreichen und kurzweiligen Spaziergang in der Natur für die ganze Familie. Egal ob Sie sich für Route 1 („Eisernes Tor"), 2 („Kupferweg 1") oder 3 („Kupferweg 2") entscheiden, die herrlichen Aussichtspunkte, die Ihnen einen hervorragenden Blick auf Imsbach und seine Umgebung bieten, laden zum Verweilen ein. Wenn Sie nach ereignisreichen Stunden eine Stärkung brauchen, dann versuchen Sie es mal nach der Art der Bergmänner. Mit einer deftigen Bergmanns-Mahlzeit werden auch Sie wieder zu Kräften kommen, dafür sorgen die Imsbacher Gastronomen.
Unser Erlebnis-Tipp: Besuchen Sie die seit 1984 jeweils am dritten Septemberwochenende stattfindende Fossilien- und Mineralienbörse in der Gemeindehalle in Imsbach, bei der Aussteller aus Deutschland und angrenzenden Ländern teilnehmen. Auch der Besuch der Pfälzischen Bergbautage im Juli ist ein Erlebnis für die ganze Familie.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bew-imsbach.de
Ausgehend davon wird zur Zeit eine Reihe unterschiedlicher Tourenvorschläge zu geotouristischen Zielen im Kreis erarbeitet, die Sie mit Hilfe einer geologisch-montanhistorischen Wanderkarte des Donnersbergkreises und einer laienverständlichen Broschüre auf eigene Faust erkunden können.
Wer sich lieber unter der fachkundigen Anleitung von Experten auf den Weg machen möchte, für den sind die geführten Geotouren genau das Richtige.
Bergbauerlebniswelt Imsbach
Machen Sie eine Wanderung durch 500 Jahre Bergbau-
geschichte im Bergbaurevier Imsbach!
Grubenrundwanderweg....
Die großen Imsbacher Gruben sind durch einen Rundwanderweg erschlossen, der in der Ortsmitte von Imsbach seinen Anfang nimmt. Der Weg führt an den zuletzt im Tagebau betriebenen Gruben "Katharina I" und "Katharina II" vorbei, weiter zum "Grünen Löwen" und schließlich zur "Weißen Grube".
Erkundungen unter Tage...
Weite Bereiche des Stollensystems der "Weißen Grube" wurden in den vergangenen Jahren wieder freigelegt und sind heute als Besucherbergwerk zugänglich.
Beim Rundgang durch die mehrere 100 Meter begehbaren Grubenbauten aus Stollen sowie großen unter- und übertägigen Abbauweitungen können Spuren aus allen Bergbauepochen der letzten 500 Jahre beobachtet werden: von sauber mit Schlägel und Eisen bearbeiteten Bereichen aus dem Mittelalter bis hin zu den mit Sprengstoff herausgeschossenen Partien der letzen Bergbauphase zu Beginn dieses Jahrhunderts.
Blütezeit und Niedergang des Bergbaus...
Bereits die Römer bauten nordwestlich von Imsbach Eisen ab und verhütteten es auch dort. Ob sie auch Kupfererze gewannen, kann nur vermutet werden. Ein gesicherter Nachweis des Kupferbergbaus reicht bis in das 14. Jh. zurück. 1474 verliehen die Grafen von Falken-stein das Bergrecht. Bis etwa 1550 waren rund um Imsbach zeitweise 8 Gruben in Betrieb.
Um ca. 1700 begann dort die Hauptblütezeit des Bergbaus. Nach alten Berichten wurden um 1720 monatlich 50 Zentner Kupfer und 12 Pfund Silber gewonnen. 1721 ließ Graf Casimir zur Bekräftigung seines Besitzanspruchs auf die Gruben die sogenannten "Imsbacher Taler" aus Imsbacher Silber Medaillen schlagen. Nach dem Ende dieser erfolgreichen Bergbauzeit im Jahre 1732 waren die Imsbacher Gruben bis 1827 nur zeitweise und wenig ertragreich in Betrieb.
Die dritte und wohl endgültig letzte Bergbauperiode dauerte von 1883 bis 1919. Die in dieser Zeit gewonnen Amerze kamen zur Aufbereitung in die kurz nach der Jahrhundertwende eigens dafür gebaute Laugerei am Ortsende von Imsbach. 1921 wurden die Bergbautätigkeiten in Imsbach eingestellt.
Öffnungszeiten der Grube:
Von 04. April bis 25. Oktober 2010 samstags von 13.00 - 17.00 Uhr und sonn- und feiertags von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Für Gruppen kann auch an Wochentagen ein Besichtigungstermin bei der Verbandsgemeinde Winnweiler, Tel. 06302-60261, oder beim DTV, Tel. 06352-1712, vereinbart werden.
Pfälzisches Bergbaumuseum
Im Pfälzischen Bergbaumuseum können Sie die Vielfalt der in Imsbach gewonnen Bodenschätze bestaunen und die Geschichte und Gegenwart der Rohstoffgewinnung in der Pfalz erleben. Regelmäßige Sonderausstellungen ergänzen das Programm. Näheres erfahren Sie hier.....
Weitere Informationen und Ausflugstipps erhalten Sie beim
Donnersberg-Touristik-Verband
Uhlandstraße 2
67292 Kirchheimbolanden
Tel.: 0 63 52 / 17 12
Fax: 7 10 - 262
E-Mail:
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