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300 Gräber - 3 Fürsten: Die langjährigen Ausgrabungen im eisenzeitlichen Gräberfeld von Worms-Herrnsheim

Vortrag von Dr. Günther Brücken, Direktion Landesarchäologie Mainz

Es gilt als das größte eisenzeitliche Gräberfeld, das jemals in Rheinland-Pfalz entdeckt wurde: Die Begräbnisstätte von Worms-Herrnsheim. In einem Vortrag im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) gibt Dr. Günter Brücken von der Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Mainz einen Überblick über die langjährigen Ausgrabungen vor Ort und den aktuellen Forschungsstand rund um die bedeutenden Funde. In Worms-Herrnsheim wurden zwischen 1990 und 2016 über 300 Gräber ausgehoben. Darunter befanden sich vier besonders reich ausgestattete Begräbnisstätten, wie das 2012 gefundene keltische Fürstengrab, das außergewöhnlich gut erhaltene Textilien sowie eine prachtvolle Goldscheibe (siehe Bild) vom Typ Weiskirchen aufwies. Die spektakuläre Goldscheibe ist derzeit im Rahmen der
Landesausstellung „vorZEITEN – Archäologische Schätze an Rhein und Mosel" zu sehen.
Das Gräberfeld wurde 1986 nördlich von Worms inmitten eines Getreidefeldes entdeckt. Auf dem Areal befindet sich auch eine Siedlung, die bislang kaum erforscht ist. Die Befunde von Worms-Herrnsheim lassen sich für weiterführende naturwissenschaftliche Analysen nutzen und können dazu beitragen, neue Erkenntnisse zu den viel diskutierten Themenbereichen „Keltische Wanderungen" und „Zweite Fürstensitzgeneration" zu erhalten.
Der Vortrag „300 Gräber - 3 Fürsten – Die langjährigen Ausgrabungen der Landesarchäologie im eisenzeitlichen Gräberfeld von Worms-Herrnsheim" beginnt am Donnerstag, 23. November 2017, um 18.30 Uhr im Bürgerhaus (ist ausgeschildert) in Steinbach am Donnersberg. Der Eintritt ist frei.