Veranstalter fordern Anpassung des Waldgesetzes
Mit dem Wandermarathon am Donnersberg und dem Donnersberg Trail mussten im Frühjahr 2026 zwei äußerst populäre Veranstaltungen rund um den höchsten Berg der Pfalz abgesagt werden. Der Grund: verschärfte Anforderungen an die Verkehrssicherung im Wald, die für die Veranstalter, den Donnersberg-Touristik-Verband (DTV) und den LC Donnersberg, nicht erfüllbar sind. Der DTV und der LC Donnersberg hatten daher für den 9. Mai 2026 gemeinsam zu einer Protestkundgebung in Steinbach am Donnersberg aufgerufen. Unterstützung gab es vom Landkreis und von der Verbandsgemeinde Winnweiler. Gut 100 Bürgerinnen und Bürger fanden sich zu der Kundgebung ein und unterstützten die Forderung nach einer Anpassung des Waldgesetzes.
Die Veranstalter konstatieren: „Grundsätzlich muss gelten: Das Betreten des Waldes erfolgt auf eigene Gefahr – unabhängig davon, ob dies privat oder im Rahmen einer organisierten Veranstaltung geschieht. Weder Waldbesitzer noch Veranstalter können den Wald so sicher machen, dass Besucher vor waldeigenen Gefahren geschützt sind.“
Bei der Kundgebung sprachen Simon Lauchner (DTV), Tim Andreas (LC Donnersberg), der erste Beigeordnete des Donnersbergkreises Dr. Karl Landfried und Bürgermeister Rudolf Jacob (VG Winnweiler). Die Redner hoben die regionale Bedeutung des Donnersberges, des Waldes und von größeren Veranstaltungen im Wald hervor. Es gehe um touristische Attraktivität, um ehrenamtliches Engagement und um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Alle Redner betonten, dass man mit dem Forstamt gut zusammenarbeite und dass das Ziel eine Anpassung auf struktureller – der gesetzlichen – Ebene sein müsse. Bürgerinnen und Bürgern solle ein sinnvolles Maß an Eigenverantwortung zugetraut werden.
Über die Protestkundgebung berichteten die Zeitung Die Rheinpfalz und der SWR. Das Social Media-Posting zur Kundgebung, das die Veranstalter gemeinsam veröffentlichten, verzeichnet über 20.000 Ansichten und zahlreiche ‚Likes‘.
Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung gab es vor Ort im Anschluss Tipps für verschiedene Wanderrouten, die in Eigenverantwortung angetreten werden konnten.