Vulkanischer Ursprung

Mit 687 Metern über dem Meeresspiegel ist der Donnersberg die höchste Erhebung der Pfalz. Seine Ursprünge liegen rund 290 Millionen Jahre zurück. Er ist als vulkanisches Bergmassiv aus Rhyolith in einer Tiefebene entstanden und hatte zeitweise eine Höhe von 1.000 Metern. Was aussieht wie ein Berg, sind 15, 16 verschiedene Vulkanberge, die zur gleichen Zeit nebeneinander entstanden sind und die sich aufgebläht haben. Die Einzelberge bilden zusammen ein großes Massiv. Im Laufe der Zeit war der Donnersberg, bedingt durch großräumige Senkungen der Erdkruste, zwischenzeitlich völlig von jüngeren Gesteinsablagerungen bedeckt. Danach aber bildete er durch die stetige Verwitterung und Abtragung dieser Überdeckungen jedes Mal wieder einen ebenso imposanten Berg wie heute. Vor etwa 20 Millionen Jahren, im Tertiär, stellte er gar eine Insel inmitten des flachen, warmen Meeres dar, das damals von Süden her durch den Rheingraben auch bis in das Donnersberg-Gebiet vordrang. Wahrscheinlich, auch wenn es bisher keine Zeugnisse dafür gibt, war er später während der Eiszeiten mit Eis bedeckt.

Königsstuhl auf dem Donnersberg
Königsstuhl auf dem Donnersberg © Markus Balkow

Eine Besonderheit in der Geowissenschaft

Drosselfels mit Blick auf den Donnersberg
Drosselfels mit Blick auf den Donnersberg © Jochen Heim

Hinzu kommt eine über 2000-jährige Siedlungs- und Kulturgeschichte. Auf dem höchsten Berg der Pfalz befand sich einmal eine der größten keltischen Stadtanlagen in Mitteleuropa.

Seiner einzigartigen Geologie sowie seiner kulturellen Bedeutung  verdankt der Donnersberg seit 2019 das Prädikat „Nationaler Geotop“ und zählt seither offiziell zu den bedeutendsten Geotopen Deutschlands.

Was ist ein Nationaler Geotop?

Im Video geben Dr. Jost Haneke, ehemaliger Geologiedirektor des Landesamts für Geologie und Bergbau, und Roger Lang, Obergeologierat im Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz, einen Einblick in die Besonderheiten der höchsten Erhebung der Pfalz.