Cornelia Storck wartet schon am Ehrendenkmal bei Zell. Die Kultur- und Weinbotschafterin hat zum Auftakt ihrer Führung eine fünfteilige Weinprobe und Brezeln aufgetischt. Bestens eingestimmt geht es anschließend hoch zur Wingertschnegg, dem vielleicht originellsten Wingert der Pfalz. „Der Weinberg wurde 2001 in Schneckenform angelegt“, erklärt die Zellertalerin und macht am Weinbergshäuschen, dem Château d’Escargot, Halt. 2.225 Weißund Spätburgunder-Rebstöcke hat eine Gruppe von Hobbywinzern und einem Profiwinzer damals gepflanzt. „Die Schneckenform soll für ein ganz besonderes Mikroklima im Innern der Schnecke sorgen“, erklärt Storck und führt die Gruppe weiter durchs malerische Zell vorbei am Naturdenkmal Wotanfels bis zum Steinernen Haus in Einselthum. „Dieses älteste Haus von Einselthum ist 600 bis 700 Jahre alt. Früher, so erzählt man, führte von dessen Gewölbekeller ein unterirdischer Gang bis nach Zell.“ Zurück in den Weinbergen weist Storck wieder den Weg durch die Wingerte Richtung Osten. Auf der Höhe von Niefernheim überqueren wir die „vergessene Grenze“ zwischen dem ehemaligen Königreich Bayern und dem Großherzogtum Hessen. „In den Niefernheimer Löchern, einem von unterirdischen Quellen durchzogenen Feuchtgebiet, soll der Nibelungenschatz versunken sein“, schmunzelt Storck.

Cornelia Stork am Zellertaler Ehrenmal
Cornelia Storck. Typisch Pfälzerin, beginnt die Kultur- und Weinbotschafterin ihre Führungen durch die Zellertaler Weinberge mit einer Weinprobe.